Je suis surealiste

Die Wirklichkeit ist im Grunde immer surreal. Lediglich die Gewöhnung daran, verhindert es,  immer wieder von dieser Tatsache verblüfft zu sein. Es ist surreal, dass Züge im Minutentakt an uns vorbei brausen. Eigentlich weiss das jede und jeder.

Aber es ist eben auch alltäglich und normal.

In dieser Wahrnehmungsdiskrepanz eröffnet sich ein grosses künstlerisches Tätigkeitsfeld:

Jeder Betrachter sieht dasselbe Offenkundige im alltäglichen Leben-  und doch löst es in jedem von uns etwas anderes aus. Demnach ist eigentlich nichts offensichtlich, bzw. nur der “allererste Eindruck”.

Bildnerisch auf eben diesen “Ersten Eindruck” zu pochen, ist eine Möglichkeit, den Betrachter in die surreale Wahrnehmung des offensichtlichen Moments zu führen.

Das Bild wird damit die Abstraktion eines emotionalen Zustands.